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WordPress verliert weiter – Marktanteil auf 41,5% gesunken

WordPress rutscht zum sechsten Mal in Folge ab. Was steckt hinter dem Rückgang des beliebtesten CMS?

WordPress rutscht zum sechsten Mal in Folge ab. Was steckt hinter dem Rückgang des beliebtesten CMS?

WordPress verliert kontinuierlich Marktanteile – das ist keine Spekulation mehr, sondern eine Realität, die sich in den aktuellen Zahlen von W3Techs widerspiegelt. Seit Dezember 2025 ist der Marktanteil von sechs Monaten hintereinander gesunken: von 43,2 Prozent auf mittlerweile 41,5 Prozent. Das mag auf den ersten Blick nicht dramatisch wirken, aber für ein CMS, das fast die Hälfte aller Websites betreibt, ist dies ein signifikantes Zeichen für tiefergehende Probleme. Viele Agenturkunden und WordPress-Nutzer in Frankfurt und darüber hinaus stellen sich nun berechtigte Fragen: Ist WordPress noch die richtige Wahl? Sollte ich meine Website migrieren? Was steckt hinter diesem Rückgang? In diesem Artikel gehen wir diesen Fragen auf den Grund und zeigen Sie, wie Sie als Unternehmer oder Website-Betreiber damit umgehen sollten.

Der Marktanteil-Rückgang: Fakten und Zahlen

Die Daten von W3Techs sind eine der verlässlichsten Quellen für CMS-Marktanteile im Web. Der kontinuierliche Rückgang von 43,2 Prozent im Dezember 2025 auf 41,5 Prozent im Juni 2026 zeigt einen Trend, der in der WordPress-Community nicht zu übersehen ist. Das bedeutet, dass etwa 1,7 Prozent des globalen Marktes in sechs Monaten zu anderen Lösungen gewandert ist.

Zum Kontext: WordPress betreibt immer noch die meisten Websites weltweit, doch dieser Vorsprung wird kleiner. Die Frage ist nicht, ob WordPress tot ist – das ist es definitiv nicht – sondern ob der Dienst an der Spitze beginnt zu bröckeln.

Die RedditCommunity diskutiert diese Entwicklung intensiv, und viele Nutzer berichten, dass ihre Kunden konkret nachfragen, ob WordPress noch die beste Lösung ist. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass dieser Trend nicht nur statistisch, sondern auch in der praktischen Geschäftstätigkeit spürbar wird.

Die Governance-Krise und der Mullenweg-WP Engine Streit

Der technische Rückgang hat eine klare Ursache: den Governance-Konflikt zwischen WordPress-Gründer Matt Mullenweg und WP Engine, einem der größten WordPress-Hosting-Anbieter. Dieser Streit ist nicht einfach ein technisches Missverständnis – er hat fundamentale Fragen aufgeworfen, die das Vertrauen in das WordPress-Ökosystem erschüttern.

Matt Mullenweg beschuldigte WP Engine, von WordPress zu profitieren, ohne angemessen zur Entwicklung des Projekts beizutragen. WP Engine widersprach und argumentierte, dass das Unternehmen durchaus zur Community beiträgt. Die öffentliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien hat zu erheblicher Verunsicherung geführt.

Für Website-Betreiber ist das besonders beunruhigend, weil es Fragen aufwirft: Wer kontrolliert WordPress wirklich? Gibt es genug Transparenz in den Entscheidungsprozessen? Kann ich mich auf die Stabilität des Systems verlassen, wenn die Governance so fragwürdig ist?

Diese Unsicherheit ist wahrscheinlich ein Hauptfaktor für den Marktanteil-Rückgang. Unternehmen, die langfristig in ihre Online-Präsenz investieren, mögen solche Risiken nicht. Sie weichen aus – zu Shopify, zu WebFlow, zu Custom-Lösungen oder sogar zu anderen Open-Source-Systemen wie Statamic.

Wer profitiert vom WordPress-Rückgang?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass andere Plattformen an WordPress vorbeiziehen. Shopify wird immer beliebter bei E-Commerce-Websites, WebFlow gewinnt bei Designer und Agenturen an Boden, und auch Hugo und andere Static-Site-Generatoren erhalten mehr Aufmerksamkeit für bestimmte Anwendungsfälle.

Das ist nicht überraschend: Wenn eine führende Plattform durch interne Konflikte angespannt wird, suchen Nutzer nach Alternativen mit besserer Governance, mehr Sicherheit und – für viele – besserer Support-Qualität.

Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Rückgang während einer Zeit stattfindet, in der WordPress selbst zu den besten Versionen in seiner Geschichte beigetragen hat. WordPress 6.8 enthält erhebliche Performance-Verbesserungen, die in Benchmarks deutlich messbar sind. Das zeigt: Technisch ist WordPress stark, aber die Wahrnehmung und das Vertrauen leiden unter der Governance-Krise.

Sollten Sie Ihre Website migrieren? Eine ehrliche Antwort

Das ist die Frage, die viele Kunden stellen, und sie verdient eine differenzierte Antwort. Nein, Sie sollten nicht einfach reflexartig migrieren. Aber Sie sollten bewusst überprüfen, ob WordPress noch die beste Lösung für Ihre spezifische Situation ist.

Wann sollten Sie bei WordPress bleiben:

Wenn Ihre Website stabil läuft, Sie zufrieden mit Ihrer Hosting-Lösung sind, und Sie nicht technisch versiert sind, gibt es keinen Grund zu wechseln. Eine Migration ist teuer, Zeit-intensiv und bringt ihre eigenen Risiken mit sich. WordPress wird nicht von heute auf morgen “sterben” – das ist unrealistisch. Der Code ist Open-Source, die Community ist groß, und es gibt Millionen von Websites, die davon abhängen.

Zudem: Die nächste WordPress-Governance-Struktur könnte sogar stärker und transparenter werden. Krisen führen oft zu Veränderungen. Die WordPress-Community diskutiert bereits intensiv über bessere Strukturen.

Wann sollten Sie nachdenken:

Wenn Sie eine neue Website planen, eine große E-Commerce-Lösung brauchen, oder wenn Sie von Hosting-Problemen oder Performance-Herausforderungen betroffen sind – dann ist es sinnvoll, konkrete Alternativen zu evaluieren. WebFlow, Shopify, oder sogar eine Custom-Lösung könnten die bessere Wahl sein.

Performance und Sicherheit: WordPress bleibt konkurrenzfähig

Ein wichtiger Punkt in dieser Diskussion: Technisch bleibt WordPress nicht nur relevant, sondern wird aktiv verbessert. WordPress 6.8 zeigt Performance-Verbesserungen, die in unabhängigen Benchmarks gemessen wurden. Die Block-Editor-Architektur wird reifer und stabiler.

Auch bei den Caching-Plugins gibt es keine Stagnation. LiteSpeed Cache, WP Rocket und FlyingPress konkurrieren heftig um die besten Lösungen. Das ist ein gesundes Zeichen – es zeigt, dass die Community weiterhin in WordPress investiert.

Für Sie bedeutet das: Wenn Sie WordPress haben, können Sie durch regelmäßige Updates, gutes Caching und solide Hosting-Infrastruktur durchaus konkurrenzfähig bleiben. Die technische Basis ist nicht das Problem.

Was ist mit der WordPress-Zukunft?

Der Marktanteil-Rückgang ist ernst zu nehmen, aber er ist nicht das Ende. Hier sind drei Szenarien, die wahrscheinlich sind:

  1. Stabilisierung auf höherem Niveau: WordPress könnte bei 40-42 Prozent stabilisieren und eine “ruhigere” Plattform für Core-Nutzer werden, während spezialisierte Lösungen für bestimmte Anwendungsfälle wachsen.

  2. Governance-Reform: Die Community könnnte aus dieser Krise lernen und das WordPress-Governance-Modell transparenter und demokratischer gestalten. Das würde das Vertrauen wiederherstellen.

  3. Fragmentierung: WordPress könnte sich in mehrere “Geschmacksrichtungen” entwickeln – wie im Linux-Ökosystem mit verschiedenen Distributionen. Das ist komplexer, aber auch stabiler in Bezug auf Kontrolle und Vertrauen.

Keine dieser Szenarien bedeutet, dass WordPress “tot” ist. Sie bedeuten, dass WordPress ein anderes Kapitel in seiner Geschichte öffnet.

Praktische Maßnahmen für Ihre Website heute

Unabhängig davon, wie die Zukunft aussieht, können Sie heute konkrete Schritte unternehmen:

1. Sicherheit: Nutzen Sie ein zuverlässiges WordPress-Sicherheits-Plugin und halten Sie Ihre Plugins und Themes aktuell. Das schützt Sie unabhängig von Governance-Fragen.

2. Performance: Implementieren Sie ein robustes Caching-System. LiteSpeed Cache ist kostenlos, leistungsstark und wird aktiv gepflegt.

3. Backup-Strategie: Stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßige Backups haben. Das gibt Ihnen die Freiheit, später zu migrieren, wenn nötig.

4. Hosting-Partner wählen: Arbeiten Sie mit einem Hosting-Provider zusammen, dem Sie vertrauen. Das ist wichtiger als die CMS-Wahl selbst.

5. Monitoring: Beobachten Sie die WordPress-Entwicklung weiter. Wenn sich die Governance nicht verbessert oder die Marktanteile weiter sinken, ist es Zeit für ein ernsthaftes Gespräch über Alternativen.

Fazit: WordPress ist noch nicht am Ende, aber die Warnsignale sind real

Der Rückgang auf 41,5 Prozent Marktanteil ist kein Fehler, keine Anomalie – es ist ein echtes Signal, dass etwas im WordPress-Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Governance-Krise hat Konsequenzen.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie WordPress sofort aufgeben sollten. Es bedeutet, dass Sie bewusst handeln sollten: regelmäßig evaluieren, ob WordPress noch die beste Lösung für Ihre Ziele ist, und nicht einfach aus Gewohnheit dabei bleiben.

Für Website-Betreiber und kleine Unternehmen in Frankfurt und der Region: Diese Entscheidungen sind komplex. Sie benötigen einen Partner, der Ihnen hilft, die richtige Lösung zu wählen – nicht basierend auf Hype oder Panik, sondern basierend auf Ihren konkreten Anforderungen. Eine erfahrene Frankfurter WordPress Agentur, die sich intensiv mit solchen Fragen auseinandersetzt, kann Ihnen dabei helfen, die richtige Strategie zu entwickeln.

Die WordPress-Community wird diese Krise wahrscheinlich überstehen. Die Frage ist nur: in welcher Form, und ob Sie dann noch dabei sein möchten.

Quellen

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