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WordPress verliert Marktanteile: Was das für Ihre Website bedeutet

WordPress-Marktanteil fiel sechs Monate in Folge – von 43,2 % auf 41,9 %. Was steckt dahinter, und was sollten Sie als Betreiber einer WordPress-Website jetzt tun?

WordPress-Marktanteil fiel sechs Monate in Folge – von 43,2 % auf 41,9 %. Was steckt dahinter, und was sollten Sie als Betreiber einer WordPress-Website jetzt tun?

WordPress ist seit Jahren das meistgenutzte Content-Management-System der Welt. Doch aktuelle Zahlen zeigen einen bemerkenswerten Trend: Zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt verliert WordPress sechs Monate in Folge Marktanteile. Von 43,2 % im Dezember 2025 sank der Wert bis Ende Mai 2026 auf 41,9 % – ein Rückgang von 1,3 Prozentpunkten in nur einem halben Jahr, doppelt so schnell wie im gesamten Jahr 2025. In der WordPress-Community wird darüber intensiv diskutiert: Ist das ein Warnsignal? Und was bedeutet das konkret für Unternehmen, die auf WordPress setzen?

Was die Zahlen wirklich aussagen

Zunächst zur Einordnung: WordPress hält mit etwa 41–42 % immer noch weit mehr als den doppelten Marktanteil seines nächsten Konkurrenten. Unter bekannten CMS-Plattformen liegt WordPress sogar bei rund 59 %. Es handelt sich also nicht um einen Kollaps, sondern um eine Verschiebung am Rand eines weiterhin dominanten Ökosystems.

Die Wachstumsgewinner sind klar erkennbar: Wix legte um 0,6 Prozentpunkte zu, Shopify um 0,4, Squarespace um 0,2 und Webflow um 0,1. Aber das Interessanteste ist eine andere Kategorie, die laut W3Techs besonders stark wächst: Websites ohne erkennbares CMS – also statische Generatoren, moderne Frontend-Frameworks und KI-generierte Seiten, die keinen WordPress-Fingerabdruck hinterlassen.

Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der neuen Websites entsteht heute auf Wegen, die völlig an traditionellen CMS-Plattformen vorbeigehen.

Warum Konkurrenten wie Wix und Webflow aufholen

Die Plattformen, die gewinnen, haben eines gemeinsam: Sie bieten ein integriertes Erlebnis mit Hosting, Design, Sicherheit, Checkout und Support aus einer Hand. Für Nutzer ohne technisches Hintergrundwissen ist das verlockend.

Ein konkreter Schwachpunkt von WordPress zeigt sich in den Core Web Vitals: In vergleichenden Auswertungen des HTTP Archive schneidet WordPress bei Performance-Metriken wie Largest Contentful Paint (LCP) und Cumulative Layout Shift (CLS) regelmäßig schlechter ab als Wix oder Shopify. Das klingt paradox – schließlich ist WordPress durch Plugins wie WP Rocket, LiteSpeed Cache oder durch Hosting-Optimierungen durchaus in der Lage, exzellente Werte zu erzielen. Aber der durchschnittliche WordPress-Betreiber nutzt diese Möglichkeiten nicht vollständig aus.

Hier liegt ein echter Handlungsbedarf: Viele WordPress-Websites laufen mit veralteten Themes, ungepflegten Plugins und ohne Performance-Optimierung. Das senkt den Schnitt – und damit das Ansehen der Plattform.

Der KI-Faktor: Wie künstliche Intelligenz den Markt verändert

Einen wachsenden Einfluss hat die künstliche Intelligenz – und zwar auf zwei Ebenen:

Auf der Nutzerseite experimentieren immer mehr kleine Unternehmen und Solopreneure mit KI-Werkzeugen, die einfache Websites ohne CMS generieren. Tools, die direkt aus einem Textprompt eine statische HTML-Seite oder eine Shopify-Landingpage erstellen, senken die Einstiegshürde dramatisch. WordPress gilt für diese Nutzer als zu komplex.

Auf der Plugin-Seite zeigt eine aktuelle Umfrage unter WordPress-Plugin-Anbietern, dass 48,8 % der Unternehmen 2025 sinkende Verkaufszahlen verzeichneten. Als häufigster Grund wird genannt: Kunden lösen Probleme zunehmend mit KI-generierten Code-Snippets oder fertigen Lösungen, statt ein Plugin zu kaufen. Plugins, die sich einfach durch KI ersetzen lassen, verlieren an Bedeutung – spezifische, schwer replizierbare Werkzeuge halten sich hingegen gut.

Was das für Unternehmen bedeutet, die WordPress einsetzen

Der Rückgang des Marktanteils ist kein Grund, WordPress den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Für Unternehmen mit ernsthaften Anforderungen an Content, SEO und Flexibilität bleibt WordPress die überlegene Wahl – vorausgesetzt, es wird professionell eingesetzt.

Konkret sollten Sie folgende Punkte auf den Prüfstand stellen:

Performance ernst nehmen. Ein unoptimiertes WordPress ist langsam. Ein professionell konfiguriertes WordPress ist schnell. Nutzen Sie Caching-Plugins, optimieren Sie Bilder mit modernen Formaten wie WebP und prüfen Sie regelmäßig Ihre Core Web Vitals in der Google Search Console.

Plugin-Inventur durchführen. Der durchschnittliche WordPress-Blog läuft mit 20–30 aktiven Plugins, von denen viele veraltet oder redundant sind. Jedes Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko und eine Performance-Last. Überprüfen Sie, welche Plugins tatsächlich gebraucht werden.

Hosting-Qualität überprüfen. Viele der Performance-Nachteile, die WordPress in Benchmarks zeigt, sind auf günstiges Shared Hosting zurückzuführen. Managed WordPress Hosting von Anbietern wie Kinsta, WP Engine oder Raidboxes liefert deutlich bessere Ausgangsbedingungen.

WordPress 7.0 nutzen. Mit der im Mai 2026 veröffentlichten Version 7.0 “Armstrong” hat WordPress native KI-Integrations­möglichkeiten erhalten – das Abilities API und die Connectors-Oberfläche ermöglichen es, KI-Dienste wie Anthropic, OpenAI oder Google direkt mit WordPress zu verbinden. Wer das nicht nutzt, verschenkt Potenzial.

Warum WordPress für Unternehmen weiterhin die richtige Wahl ist

Wix und Squarespace sind für einfache Präsentationswebsites geeignet. Shopify ist stark im E-Commerce. Aber für Unternehmen, die echte Kontrolle über ihre Inhalte, ihre SEO-Strategie und ihre technische Infrastruktur wollen, gibt es keinen ernsthaften Ersatz für WordPress.

Die Flexibilität, die WordPress bietet, ist mit keiner anderen Plattform zu erreichen: individuelle Datenstrukturen über Custom Post Types, nahtlose Headless-Architekturen mit REST API oder GraphQL, tausende professionelle Themes und Plugins sowie eine weltweite Entwickler-Community. Was WordPress braucht, ist keine Migration weg von der Plattform – sondern professionelle Konfiguration und kontinuierliche Pflege.

Die gesunkenen Marktanteile sind ein Signal, dass sich WordPress weiterentwickeln muss – und das tut es, mit Investitionen in Performance, KI und Developer Experience. Für Unternehmen, die heute auf WordPress setzen und es richtig einsetzen, ändert sich deshalb im Kern nichts.

Als WordPress-Agentur aus Frankfurt unterstützen wir Unternehmen dabei, WordPress nicht nur einzurichten, sondern optimal zu betreiben: von der Performance-Optimierung über die Sicherheitsabsicherung bis zur strategischen Content-Architektur. Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihre WordPress-Website aufgestellt ist, sprechen Sie uns an.

Quellen

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