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Gutenberg 23.3: Das neue anpassbare WordPress-Dashboard im Test
Gutenberg 23.3 bringt ein experimentelles, vollständig anpassbares WordPress-Dashboard mit Drag-and-Drop-Widgets – der größte Admin-Umbau seit Jahren.
Das WordPress-Dashboard hat sich seit Jahren kaum verändert – bis jetzt. Mit Gutenberg 23.3, veröffentlicht am 3. Juni 2026, landet experimentell ein vollständig neu konzipiertes Dashboard in WordPress: verschiebbar, skalierbar, personalisierbar. Was lange als Wunsch in der Community stand, wird erstmals als opt-in-Feature greifbar. In r/wordpress sorgte die Ankündigung für regen Austausch – viele Nutzerinnen und Nutzer testen das neue Dashboard bereits und berichten über ihre Erfahrungen.
Was sich im neuen Dashboard ändert
Das bisherige WordPress-Dashboard ist ein starres Raster aus fest platzierten Widgets: Willkommen, Aktivität, Schnellentwurf, Site-Zustand, WordPress-News – angeordnet in einer festen Zweispalten-Struktur, die sich kaum anpassen lässt. Wer bestimmte Widgets ausblenden wollte, musste in die Bildschirmoptionen tauchen; echtes Umstrukturieren war nicht möglich.
Das neue Dashboard in Gutenberg 23.3 kehrt dieses Prinzip um. Es basiert auf einem Drag-and-Drop-Raster, in dem jedes Widget frei platziert, in seiner Breite und Höhe angepasst und bei Bedarf vollständig ausgeblendet werden kann. Auch die Spaltenanzahl ist einstellbar. Das Ergebnis: Jede Nutzerin und jeder Nutzer kann sich eine Arbeitsoberfläche zusammenstellen, die zu ihrem oder seinem tatsächlichen Workflow passt.
Die neuen Widgets im Überblick
Gutenberg 23.3 liefert ein vollständiges Set an Dashboard-Widgets aus, die alle für das neue Raster-System optimiert wurden:
Welcome – Der klassische Begrüßungsbereich, neu als flexibler Widget-Kachel. Er lässt sich nun auf Wunsch kompakt halten oder ganz ausblenden, ohne im Hintergrund weiter Platz zu belegen.
Quick Draft – Schnellentwürfe für Beiträge, jetzt in beliebiger Größe positionierbar. Wer häufig Ideen festhalten möchte, kann den Schnellentwurf prominent in der oberen linken Ecke platzieren.
Activity – Zeigt aktuelle Kommentare, ausstehende Beiträge und Aktivitäten auf der Website. Für mehrköpfige Redaktionsteams besonders nützlich, da auf einen Blick erkennbar ist, wer zuletzt was veröffentlicht oder kommentiert hat.
Site Health – Die Site-Health-Übersicht direkt im Dashboard, ohne erst in das Untermenü navigieren zu müssen. Das Widget zeigt die wichtigsten Gesundheitsindikatoren der Installation und verlinkt auf konkrete Handlungsempfehlungen.
Site Preview – Eine Live-Vorschau der eigenen Website, direkt im Admin-Bereich. Praktisch, um schnell zu prüfen, ob ein eben veröffentlichter Beitrag auf der Startseite wie gewünscht erscheint.
News – WordPress-Neuigkeiten aus dem offiziellen Feed, als optionaler Widget für alle, die auf dem Laufenden bleiben möchten.
Events – Hinzugekommen mit Gutenberg 23.4: kommende WordPress-Community-Events wie WordCamps und Meetups, kuratiert nach Standort.
Alle Widgets passen sich automatisch an verschiedene Kachelgrößen an – ein schmales Widget zeigt eine kompakte Ansicht, ein breites eine erweiterte.
So aktivieren Sie das neue Dashboard
Das Feature ist bewusst als experimentell markiert. Um es auszuprobieren, navigieren Sie im WordPress-Admin zu Gutenberg → Experimente und aktivieren Sie dort die Option „New Dashboard experience”. Nach dem Aktivieren erscheint das neue Dashboard beim nächsten Seitenaufruf.
Wichtig: Das Feature erfordert das installierte Gutenberg-Plugin in Version 23.3 oder höher. Im WordPress-Core selbst ist das Feature noch nicht enthalten – es wird voraussichtlich mit WordPress 7.1 (geplant für August 2026) in den Core einfließen, dann mit einem Feature-Flag und einer Kompatibilitätsschicht für bestehende Dashboard-Widgets.
Warum das mehr als ein optisches Update ist
Auf den ersten Blick wirkt die Neuerung wie ein kosmetisches Upgrade. Tatsächlich steckt dahinter ein tieferer architektonischer Wandel: Das neue Dashboard ist vollständig block-basiert aufgebaut, folgt denselben Prinzipien wie der Block-Editor und ermöglicht es künftig, externe Widgets über das bekannte Block-API einzubinden.
Das bedeutet: Plugin-Entwicklerinnen und -Entwickler können eigene Dashboard-Widgets als Blöcke registrieren, die sich nahtlos in das neue Raster einfügen. Wer heute einen Custom-Dashboard-Widget mit der klassischen PHP-API (wp_add_dashboard_widget()) betreibt, muss sich vorerst keine Sorgen machen – die Kompatibilitätsschicht, die für WordPress 7.1 geplant ist, soll bestehende Widgets in das neue System überführen.
Für Agenturen und Entwicklerinnen, die Kunden-Dashboards aufbauen, eröffnet das neue System spannende Möglichkeiten: individuell zugeschnittene Dashboard-Oberflächen, die nur die für den jeweiligen Kunden relevanten Informationen zeigen – etwa Bestellübersichten für WooCommerce-Shops, Statistiken für Content-Teams oder Security-Snapshots für sicherheitsbewusste Betreiber.
Reaktionen in der Community
In r/wordpress diskutieren viele Nutzerinnen und Nutzer das neue Dashboard mit Begeisterung, aber auch mit praktischen Fragen: Wie verhält sich das Feature auf Multisite-Installationen? Welche Auswirkungen hat es auf bestehende Plugins, die das Dashboard anpassen – etwa WP Dashboard Notes oder ähnliche Tools? Das Core-Team hat angekündigt, diese Fragen vor dem offiziellen 7.1-Release zu adressieren.
Ein wiederkehrendes Thema in den Diskussionen: Viele Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich, dass das neue Dashboard auch für Redakteure und Autoren individuell konfiguriert werden kann – also dass Administratoren pro Benutzerrolle unterschiedliche Standard-Layouts festlegen können. Diese Funktion ist noch nicht implementiert, aber im GitHub-Issue #77616 als Feature-Request dokumentiert.
Was das für Ihren WordPress-Einsatz bedeutet
Wenn Sie WordPress 7.0 mit dem Gutenberg-Plugin einsetzen, können Sie das neue Dashboard bereits heute experimentell ausprobieren. Für Produktionswebsites empfehlen wir, das Feature zunächst in einer Staging-Umgebung zu testen – insbesondere wenn Sie Plugins einsetzen, die das Standard-Dashboard erweitern oder anpassen.
Für den regulären Rollout über WordPress 7.1 ist es sinnvoll, frühzeitig zu prüfen, ob bestehende Dashboard-Widgets mit dem neuen System kompatibel sind. Plugin-Entwicklerinnen und -Entwickler sollten die Dokumentation auf make.wordpress.org/core im Blick behalten, da die API bis zum offiziellen Release noch Anpassungen erfahren kann.
Das neue Dashboard ist ein klares Signal, dass der Gutenberg-Ansatz – Block-basiert, flexibel, für alle Bereiche des Admin – in WordPress 7.1 konsequent weitergeführt wird. Für Website-Betreiber, die ihren Redaktionsprozess effizienter gestalten möchten, lohnt sich ein frühzeitiger Blick auf das Feature.
Als WordPress-Agentur Frankfurt am Main begleiten wir Sie bei der Evaluierung und Einführung neuer WordPress-Features – von der Kompatibilitätsprüfung Ihrer bestehenden Plugins bis zur Einrichtung maßgeschneiderter Dashboard-Layouts für Ihr Team.
Quellen
- What’s new in Gutenberg 23.3? (03 Jun) — r/wordpress
- Gutenberg 23.3 Ships Experimental Customizable WordPress Dashboard — r/wordpress
- Dashboard Overview Issue #77616 — r/wordpress