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Wann sollte man SEO machen? (Was benötigt man)
Wann lohnt sich SEO wirklich? Finde heraus was Sie dafür brauchst und starte mit klarer Richtung statt planloser Optimierung.
Was ist das Minimum um SEO zu betreiben?
Das Minimum was Sie brauchen um SEO zu machen? Eine Website und Zeit. Klingt einfach, ist aber wirklich das A und O der SEO Welt. Ohne das brauchen Sie gar nicht erst anfangen. Jetzt fragen sich viele wahrscheinlich, wer fängt mit der SEO ohne eigene Website an? Aber als SEO Freelancer habe ich schon so manches erlebt.
Theoretisch können Sie bei lokalem SEO mit einem Google-Eintrag oder Maps-Eintrag anfangen – klar. Aber wo sollen die Leute hin, wenn sie mehr wissen wollen? Wenn Sie keine Website hast, verlierst Sie sie. Sie baust Sichtbarkeit auf aber behältst sie nicht. Und das ist verschenktes Potenzial.
Deshalb fangen wir mit der Website an. Eine Website ist die Basis, Ihr digitales Geschäft. Wenn Sie keine hast können Sie auch nichts optimieren. Sie musst auch vollen Zugriff und alle Rechte auf Ihrer Seite haben. Sie brauchst Seiten, auf denen Sie Texte ändern kannst. Strukturen, die Sie anpassen kannst und Orte an denen Google überhaupt was zum Lesen hat.
Dann brauchen Sie Zeit. SEO ist keine Magie, kein Knopf den Sie schnell mal drückst und der dann funktioniert. Das ist eher SEA. Also Suchmaschinenmarkeing. Bei der SEO brauchen Sie einen langen Atem. SEO braucht Wochen, manchmal Monate bis Sie merkst, dass sich was tut. Und dann müssen Sie dranbleiben. Beobachten. Reagieren. Anpassen. Es passiert nicht sofort. SEO braucht Zeit und muss regelmäßig gepflegt werden. Stell Ihnen einen Garten vor den Sie regelmäßig pflegen musst. Das veranschaulicht SEO ganz gut.
Ein kleines Beispiel aus der Praxis
Ich hatte mal ein Projekt für eine kleine Praxis. Die hatten gerade ihre neue Website online gestellt – ganz frisch, kaum Inhalte drauf, keine Reichweite, niemand hat sie bei Google gefunden. Am Anfang ist da natürlich erstmal nichts passiert. Aber wir haben trotzdem direkt mit der Suchmaschinenoptimierung losgelegt.

Texte geschrieben, technische Grundlagen sauber gemacht, lokale Einträge gepflegt. Nach etwa drei Monaten hat man dann zum ersten Mal gesehen, dass es anfängt zu wirken. Die ersten echten Besucher kamen über Google auf die Seite. Und nach etwa einem halben Jahr war die Praxis dann bei drei wichtigen Suchbegriffen ganz oben. Nicht, weil wir einmal irgendwas Großes gemacht hätten. Sondern weil wir regelmäßig drangeblieben sind, immer wieder geschaut haben, was funktioniert, was nicht, und dann eben angepasst, verbessert, nachgelegt haben.
Was benötigst Sie noch für die SEO?
Sie brauchst Kontrolle. Sie musst an Ihrer Website was machen dürfen. Es bringt nichts, wenn Sie zwar eine Website hast, aber nichts daran verändern kannst. Keine Texte, keine Struktur, keine Technik. Dann ist die Website da, aber Sie können nichts damit machen. Für SEO müssen Sie Dinge ändern und anpassen können.
Was ist also das Minimum?
Eine Website, die Sie selbst beeinflussen kannst. Zeit, um dran zu bleiben. Und die Bereitschaft, immer wieder neu hinzuschauen.
Was wäre wünschenswert um SEO zu betreiben?
Wenn Sie wollen, dass SEO für Sie arbeitet, dann hilft es enorm, wenn Sie eine Marke hast, die jemand kennt. Eine die schon mal irgendwo gefallen ist. Eine die bei den Leuten im Kopf bleibt. Denn dann passiert was ganz Entscheidendes. Leute suchen gezielt nach Ihnen. Nach Ihrem Namen. Nach Ihrem Angebot. Und das ist Gold wert. Weil das keine kalten Suchanfragen sind. Das sind Leute, die Sie wollen. Und genau das will Google sehen – dass Sie Relevanz hast.
Aber, und das ist ganz wichtig, es ist kein Muss. SEO funktioniert problemlos ohne Marke. Was Sie aber definitv mehr wünschenswert wäre, ist ein Thema nach dem gesucht wird.
Irgendeine Nachfrage. Irgendwas das Menschen in Google tippen. Egal ob das vegane Rezepte sind, Fotokurse, Holzspielzeug oder Steuerberatung. Es muss ein Thema sein das im Kopf existiert. SEO funktioniert nur da, wo Suchverhalten da ist.
Wenn Sie etwas komplett Neues auf den Markt bringst – also wirklich neu, innovativ, noch nie da gewesen – dann ist das für SEO erstmal schwierig. Weil niemand weiß, dass es das gibt. Niemand sucht danach. Sie könntest auf Platz 1 stehen für einen Begriff, aber wenn niemand diesen Begriff kennt oder eintippt, bringt Ihnen der Platz rein gar nichts.
Beispiel
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Gerät erfunden, das leise Strom erzeugt aus Luftfeuchtigkeit. Niemand kennt das. Es gibt keinen Namen dafür, keine Kategorie, nach der Leute suchen würden. Sie optimierst Ihre Website perfekt für “leiser Strom aus Luftfeuchtigkeit” und bist damit auf Platz 1. Aber es bringt Ihnen nichts. Weil niemand diesen Begriff kennt. Niemand sucht danach. Es gibt keine Nachfrage. Sie bist sichtbar, aber niemand schaut hin.
In so einem Fall müssen Sie zuerst ein Bedürfnis wecken. Sie musst den Leuten zeigen, dass es Sie gibt. Was Sie tust. Warum das nützlich ist. Das geht besser über Werbung, PR, Social Media, persönliche Kontakte. Alles was Aufmerksamkeit schafft. Erst wenn dieses Neue ein bisschen weniger neu ist, wenn Leute anfangen, darüber zu sprechen, danach zu fragen, danach zu suchen – erst dann macht SEO Sinn.
Das Wünschenswerte für SEO ist kein technisches Setup. Es ist Nachfrage. Eine Suchintention. Ein Interesse, das schon da ist. Und dann, wenn Sie das hast, dann können Sie SEO nutzen, um gefunden zu werden. Dann lohnt sich’s. Dann arbeitet SEO für Sie. Aber vorher ist’s einfach zu früh.
Wann brauchen Sie noch kein SEO?
Es gibt noch weitere Situationen, da brauchen Sie kein SEO. Da sollten Sie’s sogar ganz bewusst lassen.
Wenn Sie zum Beispiel ein Startup bist. Sie stehst ganz am Anfang. Kein Team, kaum Zeit, wenig Ressourcen. Vielleicht haben Sie gerade erst Ihr Produkt gebaut. Vielleicht kennt es noch niemand. Dann ist SEO nicht das, was Sie brauchen. Dann wäre SEO einfach nur Zeitverschwendung. Weil niemand nach Ihnen sucht. Und weil Sie gar keine Luft hast, um langfristig dran zu bleiben.
SEO funktioniert nur, wenn Sie durchhalten kannst. Wenn Sie Geduld hast. Wenn Sie regelmäßig Inhalte liefern kannst, technische Dinge pflegen kannst, dranbleiben kannst. Wenn Sie das alles nicht hast – weil Sie gerade Ihr Produkt baust, Ihre Finanzierung klärst, Ihr Team aufstellst – dann lass es.
Noch schlimmer wird’s, wenn Sie nur Budget für einen Marketingkanal hast. Nur ein bisschen Geld. Dann sollten Sie es nicht in SEO stecken. Nimm’s für was Schnelleres. Was, das Ihnen jetzt sofort Sichtbarkeit bringt. Ads. Influencer. Events. PR. Irgendwas, das Aufmerksamkeit zieht. SEO ist kein Schnellstarter. Es ist ein Langstreckenlauf. Und wenn Sie gerade am Überleben bist, brauchen Sie kein Langstreckenlauf.
Oder nehmen wir ein anderes Beispiel. Sie hast ein Angebot, das rein über Weiterempfehlung läuft. Ein sehr spezielles Coaching, eine hochpreisige Beratung, ganz persönliche Dienstleistung. Ihre Kunden kommen fast nur über Vertrauen, über persönliche Kontakte. Dann brauchen Sie vielleicht gar kein SEO. Weil Ihre Zielgruppe gar nicht googelt. Die fragt rum. Die verlässt sich auf Empfehlungen. Da können Sie Ihnen SEO erstmal sparen.
Off-Page vs On Page - Wann mache ich was?
Wenn Sie schon ein bisschen bekannt bist. Wenn Leute Ihren Namen kennen. Wenn Sie schon Besucher auf Ihrer Seite hast, vielleicht durch Social Media, durch Mundpropaganda, durch Ads – dann ist Onpage-SEO Ihr Ding. Dann lohnt es sich, Ihre Website scharf zu machen. Inhalte verbessern. Technisch aufräumen. Texte so schreiben, dass sie verstanden werden – von Menschen und von Google. Weil Sie dann aus dem, was eh schon da ist, viel mehr rausholen kannst. Sie verwandelst Besucher in Sichtbarkeit.
Aber wenn Sie komplett neu bist – niemand kennt Sie, Ihre Seite hat null Besucher, Ihr Produkt ist frisch auf dem Markt – dann bringt Ihnen Onpage erstmal nicht viel. Sie optimierst im leeren Raum. Da kommt keiner hin, also kann auch keiner was lesen. Dann ist Offpage wichtiger. Dann müssen Sie erst mal raus in die Welt. Backlinks aufbauen. Erwähnungen sammeln. Zeigen: Da bin ich. Offpage hilft Ihnen, überhaupt mal wahrgenommen zu werden. Dass Google überhaupt mal kapiert, dass es Sie gibt. Und dass andere Sie für wichtig halten.
Also ganz klar: Onpage – wenn Sie schon ein bisschen Wellen machst. Offpage – wenn Sie noch gar nicht im Wasser bist.
Wann SEO - Ein Beispiel aus Frankfurt
Ich hab mal mit einem Kunden aus Frankfurt gearbeitet. Er hatte alles, was man für gutes SEO braucht. Eine klare Website, ein Angebot, das Leute wirklich gesucht haben, und er war bereit, Zeit zu investieren. Es ging um einen Service im Bereich Innenarchitektur – sehr lokal, sehr gefragt. Und in Frankfurt ist der Markt dafür stark. Viele suchen nach sowas, aber die Konkurrenz ist auch da.
Wir haben zuerst die Website überarbeitet. Texte angepasst, Struktur sauber gemacht, Ladezeiten verbessert. Alles Onpage. Dann haben wir die Inhalte so aufgebaut, dass sie genau auf das Suchverhalten in Frankfurt passen. Nicht “Innenarchitekt Deutschland”, sondern “Innenarchitekt Frankfurt”, “Raumgestaltung Frankfurt”, “Altbau renovieren Frankfurt”. Ganz gezielt.
Das Suchvolumen war da, die Begriffe klar, und die Website hat geliefert. Nach ein paar Monaten war er für viele Begriffe auf der ersten Seite. Die Anfragen kamen rein. Leute, die wirklich in Frankfurt wohnen und genau das gesucht haben.
Warum hat’s geklappt? Weil alles da war. Die Website, das Thema und die Nachfrage. Auch die Mitarbeit war stark. So funktioniert’s. Vor allem in Städten wie Frankfurt, wo Bewegung im Markt ist.